Pyramide Carztensz

Pyramide Carztensz

Pyramide Carztensz

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Die Carstensz-Pyramide oder Puncak Jaya mit 4884 m ist einer der „Sieben mythischen Gipfel". Dieser Name allein evoziert Abenteuer für alle großen Bergsteiger, die begehren, die sieben höchsten Gipfel der

  1. Juli 2014 – Die Carstensz-Pyramide oder Puncak Jaya mit 4884 m ist einer der „Sieben mythischen Gipfel".

Dieser Name allein evoziert Abenteuer für alle großen Bergsteiger, die danach streben, die sieben höchsten Gipfel der sieben Kontinente zu erklimmen – Afrika, Asien, Amerika, Europa, Ozeanien, Antarktika und Arktis.

Die Entdeckung einer eisigen Überraschung

Bei einer Marineaufklärung im südlichen Papua im Februar 1623 wurde der Holländer Jan Carstensz von hohen Bergen intrigiert, auf denen sich eine endlose weiße Decke abzeichnete. Eine Expedition mit mehreren hundert Mann wurde schnell organisiert, um den undurchdringlichen Dschungel zu durchqueren und diese gigantische Barriere des Jayawijaya-Gebirges zu erklimmen. Nach enormen Anstrengungen erreichte die Expedition den Gipfel – und die Entdeckung zahlreicher Höhengletscher unter diesen Breitengraden war eine gewaltige Überraschung. Er gab seinen Namen der höchsten Barriere: Carstensz Pyramid.

Drei Jahrhunderte der Vergessenheit und die mineralische Renaissance

Die Carstensz versank drei Jahrhunderte lang in der Vergessenheit Papuas, bis amerikanische Geologen einen wahren mineralischen Schatz ans Licht brachten – bestehend aus Kupfer, vor allem aber aus Gold. So entstand Tembagapura (der Kupfertempel). Diese Tagebaumine wurde zur einen der bedeutendsten der Welt. Doch Tembagapura ist auch ein fabelhaftes Basaltplateau im Lorentz-Nationalpark, das sich vom Arafura-Meer bis zum Fuße des Puncak erstreckt und wo im letzten Jahrhundert Gletscher eine Gebirgskette von 1.500 km Länge bedeckten.

Der Klimawandel und das schwindende Eis

Der Klimawandel könnte in nur zehn Jahren alles durcheinanderbringen – vielleicht sogar weniger. Gletscher wie der Nagga Pulu, die Zunge des Meren und die Carstensz schrumpfen rapide. Zwischen 1936 und 2010 verschwand mindestens 78% des Eises. Wer trägt die Schuld? Die Grasberg-Mine wird erwähnt, doch es scheint, dass das Klimaphänomen „El Niño" stärker verantwortlich ist.

Kal Muller, Anthropologe, der mit der Überwachung der ökologischen Situation von Tembagapura beauftragt ist, und Lonnie Thompson, Professor an der Universität von Ohio, weisen beide darauf hin, dass das Verschwinden des Gletschers nur eine Frage der Zeit ist – ein düsteres Zeichen für die kommenden Generationen vor Ort.

Ihr Abenteuer wartet

Wenn Sie Liebhaber von sportlichen Leistungen, extremem Abenteuer oder einfach fasziniert sind vom höchsten Gletscher Ozeaniens, dann ist es noch Zeit, Ihre Expedition vorzubereiten, Ihren Rucksack zu packen und sich dieser wunderschönen, unersetzlichen und doch äußerst schwierigen Natur des Carstensz zu stellen.


Nach dem Text von Thierry Robinet, Abenteurer & Guide in Indonesien seit 1977

Charlène Nomadays – Seit Anfang an SEO-Redakteurin bei Nomadays, später Content Manager und Leiterin des Kommunikationsbereichs, begleitet Charlène das Abenteuer mit Leidenschaft und Treue. Nach sieben Jahren in Asien – von China bis Thailand, über die Mongolei und Südkorea – hat sie Reisen zu einer Lebensweise gemacht. Verliebt in Worte, Natur und Begegnungen, bemüht sie sich, in ihren Texten eine sensible, engagierte und verantwortungsvolle Sicht auf den Tourismus zu vermitteln. Jeder Artikel ist für sie eine Brücke zwischen Neugier, Respekt und Staunen.

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