Der Archipel Nusa Tenggara
Nusa Tenggara ist eine Inselgruppe, die sich von Lombok bis Timor Barat erstreckt. Der Name bedeutet „Inseln des Südostens" im Altjavanischen und wird häufiger „Kleine Sundainseln" genannt.
Die Kleinen Sundainseln
Nusa Tenggara ist eine Inselgruppe, die sich von Lombok bis Timor Barat erstreckt. Der Name bedeutet „Inseln des Südostens" im Altjavanischen und wird häufiger „Kleine Sundainseln" genannt.
Dieser Archipel wird generell in zwei Provinzen eingeteilt: Nusa Tenggara Barat, das Lombok und Sumbawa umfasst, und Nusa Tenggara Timur, das die Inseln Sumba, Flores, Timor Barat und die benachbarten Inseln umfasst.
Es handelt sich um die ärmsten Inseln Indonesiens, da es dort sehr wenige natürliche Ressourcen gibt. Früher bauten Europäer dort Sandelholz ab, doch diese Ressource ist mittlerweile erschöpft. Die Bevölkerung lebt von Fischerei, Landwirtschaft und Tourismus. Wie im restlichen indonesischen Archipel gibt es dort eine große religiöse Vielfalt mit muslimischen, christlichen, hinduistischen und animistischen Bewohnern.
Lombok und Sumbawa
Lombok gehört zu den bekanntesten Inseln. Nahe bei Bali gelegen, beherbergt sie zahlreiche ethnische und kulturelle Gruppen wie die Sasak, eine der wichtigsten. Javaner, Balinesen, Chinesen und Araber leben dort ebenfalls zusammen. Mataram ist die wichtigste Stadt auf Lombok und zugleich die Hauptstadt von Nusa Tenggara Barat. Wie auf Bali schätzen Besucher die Schönheit ihrer tropischen Strände und ihrer vielen Tempel sehr. Allerdings ist Lombok ein viel ruhigerer und friedlicherer Ort als die balinische Nachbarinsel. In der Umgebung befinden sich die Gili-Inseln (Air, Meno und Trawangan), ein wahrliches Paradies für Tauch- und Schnorchelfans.
Sumbawa ist eine Insel, die größer ist als Bali und Lombok zusammen. Die Mehrheit der Bevölkerung ist muslimisch und lebt noch im Einklang mit ihren Stammtraditionen. Vor Kurzem wurde die Existenz einer Goldmine auf der Insel entdeckt, die Schätzungen zufolge die zweitgrößte nach Freeport in Papua sein soll. In den letzten Jahren hat daher Sumbawa großes wirtschaftliches Interesse erfahren.
Die Inseln Komodo und Rinca
Zwischen der Sumbawa-Straße und der Flores-Straße befinden sich die Inseln Komodo und Rinca. Die erste beherbergt den Komodo National Park, wo man die berühmten Komodo-Drachen beobachten kann. Die Insel, sehr dünn besiedelt, beherbergt ein Bergmassiv, das sich zum Wandern eignet. Darüber hinaus gehören die Tauchplätze von Komodo zu den schönsten Indonesiens. Die Insel Rinca ist ruhiger als die erste, da sie weniger touristisch ist. Man besucht sie üblicherweise, um die lokale Fauna und Flora zu beobachten: Pferdeherden und Büffel streifen frei in den Ebenen herum und bieten einen ergreifenden Anblick.
Flores und die anderen Inseln von Nusa Tenggara
Die Insel Flores, gelegen nach den Inseln Komodo und Rinca, beherbergt eine überwiegend christliche Bevölkerung. Nach ihren Namen, den die Portugiesen ihr zu Ehren der Schönheit ihrer Landschaften gaben, ist sie besonders bekannt für ihre kleinen traditionellen Dörfer und den Gunung Kelimutu, den Krater mit drei Seen in verschiedenen Farben.
In den Archipelen von Solor und Alor praktizieren einige Dörfer wie Lamalera traditionalen Walfang. Die Insel Sumba ist eine der wenigen, die dem Massentourismus ferngeblieben ist. Sie ist bekannt für ihre berühmten Vollmondfeste, die im Februar und März stattfinden, und ihre prächtigen Ikats. Touristen besuchen die Inseln Roti, Savu und Timor nur selten. Aus Ebenen und Stränden mit weißem Sand zusammengesetzt, haben ihre Landschaften dennoch eine große Schönheit. Die Stadt Kupang auf Timor ist die Hauptstadt von Nusa Tenggara Timur. Es lohnt sich, dort seine Vorräte zu kaufen, bevor man die anderen Inseln der Provinz besucht.
Wie man es sich von Indonesien vorstellt, haben all diese Inseln somit eine unterschiedliche Kultur und einen ihnen eigenen Charme, der sie umso interessanter macht zu erkunden und zu bereisen.




